TVöD Pflege 2024: Gehaltssprung oder Tropfen auf den heißen Stein?

Im Jahr 2024 können Pflegekräfte in Deutschland eine erhebliche Gehaltserhöhung erwarten. Dies soll durch den Tarifvertrag für öffentliche Einrichtungen (TVöD-P) in zwei Schritten erfolgen. Die Erhöhungen soll ab dem 1. März 2024 wirksam werden und von Pflegeprofilen wie Altenpflegern, Krankenpflegern und Pflegefachkräften genossen werden. Trotz dieses positiven Schritts bleibt die Debatte offen, ob es ausreicht, angesichts des zunehmenden Mangels an Pflegekräften und den Herausforderungen, denen sich Pflegekräfte täglich stellen. Der Gehaltssprung ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Attraktivität der Pflegeberufe zu erhöhen.

TVöD Pflege 2024: Gehaltssprung oder Tropfen auf den heißen Stein?

Mit Blick auf das Jahr 2024 bereiten sich Pflegekräfte in Deutschland auf erhebliche Gehaltssteigerungen vor. Gemäß dem Tarifvertrag für öffentliche Einrichtungen (TVöD-P) können Pflegefachkräfte auf eine Erhöhung ihres Gehalts zu zwei verschiedenen Zeitpunkten innerhalb des Jahres 2024 erwarten. Ist das ein finanzieller Aufstieg? Oder reicht diese Erhöhung angesichts der intensiven Arbeit und Herausforderungen, denen sich Pflegekräfte täglich stellen, kaum aus?

TVöD Pflege 2024

Der neue Tarifvertrag hat eine Erhöhung der Gehälter für Pflegefachkräfte in öffentlichen Einrichtungen festgelegt. Diese Erhöhung erfolgt in zwei Schritten, die ab dem 1. März 2024 wirksam werden.

Wer ist betroffen?

Zu den betroffenen Profilen gehören Altenpfleger, Krankenpfleger, Pflegefachkräfte und Operationstechnische Assistenten, die in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Psychiatrischen Praxen oder Altenpflegeeinrichtungen arbeiten. Der Vertrag ist für Bund und Kommunen gültig und beinhaltet auch spezifische Bedingungen wie Überstunden, Bereitschaftsdienste, Urlaubsbestimmungen und Arbeitszeiterfassung.

Nötige Änderungen

Die finanzielle Anerkennung für Pflegekräfte wurde dringend benötigt. Die Statistiken zeigen, dass in Deutschland rund fünf Millionen Menschen pflegebedürftig sind. Es besteht ein deutlicher Bedarf an Fachkräften in der Pflege, und es wird prognostiziert, dass bis zum Jahr 2049 bis zu 690.000 Fachkräfte fehlen werden.

Gehaltserhöhung für Pflegekräfte

Die jährlichen Tarifverhandlungen resultieren in neuen Tarifen für Pflegefachkräfte. Ab März 2024 erwartet die Branche höhere Gehälter für die Angestellten. Die Erhöhungen erfolgen in zwei Schritten: Zunächst wird das Gehalt um einen festen Betrag von 200 Euro erhöht. Daraufhin erfolgt eine lineare Steigerung um 5,5 Prozent. Die Erhöhung soll in jedem Fall 340 Euro betragen und ist ab dem 1. März 2024 bis zum 31. Dezember 2024 gültig.

Beispiel Rechnung

Ein beispielhafter Fall wird von der Gewerkschaft Verdi vorgelegt. Ein Pflegefachkraft in der Gehaltsgruppe 5, Stufe 3, die ein bisheriges monatliches Bruttoeinkommen von 2.916 Euro hat, wird durch die Erhöhung einen zusätzlichen Betrag von 200 Euro erhalten. Dazu kommen noch die 5,5 Prozent der linearen Erhöhung, die weitere 171 Euro ausmachen. Dies führt insgesamt zu einer Gehaltserhöhung von 371 Euro und ergibt ab März 2024 ein monatliches Bruttoeinkommen von 3.288 Euro.

Zukunft der Pflege in Deutschland

Die Gehaltserhöhung im Jahr 2024 ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Attraktivität der Pflegeberufe zu erhöhen. Durch das Pflegeberufegesetz wurden die Ausbildungen in der Pflege überarbeitet und ein Pflegestudium eingeführt. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, den Pflegeberuf attraktiver zu machen und sicherzustellen, dass der Bedarf an Pflegekräften erfüllt wird.

Die prognostizierte Lücke von bis zu 690.000 Fachkräften bis 2049 zeigt jedoch, dass weitere Maßnahmen benötigt werden

Weitere Informationen zu den Verhandlungen finden Sie auf der ursprünglichen Informationsquelle, der Allgäuer Zeitung.

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