Gedächtnistraining für Senioren

Gedaechtnistraining

Das Erinnern von Geburtstagen, irgendwann einmal auswendig gelernte Gedichte und Telefonnummern oder gespeicherte Momentaufnahmen von längst vergangenen Erlebnissen – unser Gedächtnis ist gefüllt von Erinnerungen, ohne die wir nicht die Person wären, die wir sind. Klar, dass einer der unheimlichsten Gedanken der ist, diese vielfältigen Erinnerungen zu verlieren. Ohne sie sind wir haltlos und einsam.

Es ist normal und unbedenklich, wenn das Gedächtnis im Alter ein wenig nachlässt, bedenklich wird es erst ab einer gewissen Intensität. Es ist nicht nötig, schon besorgt zu sein, wenn man ab und zu vergisst, wo man den Haustürschlüssel hingelegt hat. Das passiert auch in jungen Jahren gelegentlich. Dennoch ist es eine gute Idee, das Gedächtnis zu trainieren.

Das Gehirn braucht wie ein Muskel Stimulation, um nicht einzurosten. Es ist konstant damit beschäftigt, neue Verknüpfungen zu bilden, Informationen abzuspeichern und mit dem bestehenden Gedächtnis abzugleichen und zu verbinden. Je mehr Aufgaben wir unserem Gehirn stellen, desto geübter ist.  Dazu sind vielfältigste Beschäftigungen geeignet.

 

Was ist Gedächtnistraining für Senioren eigentlich genau?

Gedächtnistraining ist eine Form von Gehirnjogging, welches aus verschiedenen Übungen zur Stärkung der mentalen Leistungsfähigkeit besteht. Im Gehirn befinden sich Neuronen, welche durch Axone miteinander verbunden sind und elektrische Impulse weitergeben. Bei einer hohen mentalen Gesundheit gibt es im Gehirn viele dieser Neuronen und Verzweigungen, zudem sind die Axone durch eine Myelinschicht isoliert und können die Impulse gut weiterleiten. Im zunehmenden Alter sterben Neuronen vermehrt ab, bei einer Demenz kommt erschwerend dazu, dass besagte Myelinschicht abgebaut wird und Signale nicht mehr optimal weitergeleitet werden können.
Durch kognitives Gehirnjogging können neue Verbindungen zwischen Nervenzellen und sogar Neuronen, in für das Gedächtnis wichtigen Bereichen, gebildet werden. Gedächtnistraining zielt auf das Training des Kurzzeitgedächtnisses ab und kann spielerisch gestaltet werden. Außerdem kann man dadurch einer Demenz vorbeugen.

 

Warum ist ein Gedächtnistraining für Senioren besonders wichtig?

Zwar ist Gedächtnistraining nicht an ein bestimmtes Alter gebunden, dennoch bietet es sich besonders für eine Altersgruppe an, die bereits die ersten Zeichen des Alterungsprozesses deutlich spürt: Senioren. Um im Alter weiterhin vital zu bleiben, ist eine Kombination aus körperlicher und mentaler sowie sozialer Gesundheit wichtig. Gedächtnistraining ist deshalb eine sinnvolle Ergänzung für den Alltag eines Senioren, weil es nicht nur viele unterhaltsame Angebote an Spielen gibt, sondern auch eine schöne, tägliche Beschäftigung sein kann.

Die gesteigerte mentale Fitness und der Spaß sorgen zudem für eine bessere Laune, was die Lebensqualität weiter anhebt.

Auch demenziell erkrankte Personen können von Gedächtnistraining profitieren. Wie bei jeder Form der Beschäftigung mit demenziell veränderten Menschen sind auf einige grundlegende Dinge zu achten. Das Motto “Alles kann – nichts muss” sollte befolgt werden. An manchen Tagen sind vielleicht Dinge möglich, gegen die sich der oder die Patient/in am nächsten Tag sträubt. Das muss akzeptiert werden. Genauso wichtig ist es darauf zu achten, dass die Person keinesfalls überfordert wird – das führt schnell zu Frustrationserlebnissen und verknüpft das Gedächtnistraining mit einem negativen Gefühl. Eine große Unterforderung ist genauso schädlich. Fühlt sich die demenziell veränderte Person gelangweilt oder im schlimmsten Fall sogar infantilisiert, setzt ebenfalls ein negativer Effekt ein.

 

Wie funktioniert das Gedächtnistraining? Einige Übungen & Beispiele

Das wohl beliebteste und gängigste Gedächtnisspiel ist Memory. Bei diesem Spiel werden Karten mit Bildern verdeckt auf einer Fläche ausgebreitet, das Ziel ist es, so viele Zwillinge wie möglich zu finden. Aber auch mit Zahlen, Mustern oder Wörtern kann man anregende Rätselspiele entwerfen, um seine grauen Zellen anzuregen – All diese Spiele und noch viel mehr bietet das Senioren Tablet von Media4Care, mit insgesamt über 700 Inhalten speziell für Senioren.

 

Hilft ein Gedächtnistraining nach einem Schlaganfall?

Nach einem Schlaganfall kann es bis zu 36 Monate dauern, bis sich der Betroffene wieder mit voller Aufmerksamkeit seinen täglichen Aufgaben widmen kann. Ein sanftes, nicht überforderndes Gedächtnistraining kann hier helfen: bereits 20 Minuten tägliches Gehirnjogging kann die kognitive Leistungsfähigkeit nach einem Schlaganfall signifikant verbessern.

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