Sanitätshäuser: lohnt sich ein Besuch?

 

In Deutschland gibt es ungefähr 3.000 Sanitätshäuser. Im alltäglichen Leben spielen sie keine Rolle, erst im Fall von Krankheit und Pflegebedürftigkeit setzt man sich mit den verschiedenen Leistungen und Produkten auseinander. Auch wenn in der Regel der behandelnde Arzt ein Rezept ausstellt, gibt es doch einiges zu beachten. Zur besseren Orientierung, haben wir uns für Sie mit dem Thema näher beschäftigt und alles Wissenswerte hier zusammengestellt.

 

Ein Sanitätshaus – was ist das?
Sanitätshäuser werden häufig auch Orthopädie-Häuser, Gesundheitshäuser oder Reha-Zentren genannt. Alle Bezeichnungen sind richtig, wobei das Angebotsspektrum schon sehr vielfältig sein kann. Einige Anbieter haben sich aber auch auf ein bestimmtes Sortiment, zum Beispiel Orthopädieprodukte, spezialisiert. Grundsätzlich handelt es sich um Geschäftshäuser, die entweder eigenständig oder im Anschluss an Apotheken medizinische Hilfsmittel oder Verbrauchsmaterialien verkaufen, die Kunden fachgerecht beraten und ggf. auch die jeweiligen Hilfsmittel vor Ort aufbauen. Eigenständige Geschäftshäuser besitzen eine Kassenzulassung, so dass auch Rezepte problemlos eingelöst werden können. Denn meistens stellte der behandelnde Arzt ein Rezept aus. Dieses kann der Patient dann im jeweiligen Sanitätshaus, nach Freigabe durch seinen Kostenträger (zumeist die Krankenkasse), gegen das verschriebene Hilfsmittel eintauschen kann. Es gibt Bad- und Toilettenhilfen, Bandagen, Inkontinenzartikel, Wärmewäsche, Kompressen, Blutdruckmessgeräte, Stützmieder oder Kompressionsstrümpfe sowie Produkte zur Mobilitätssteigerung wie Rollatoren und Gehhilfen, Rollstühle, Treppenlifte und spezielle Schuhe. Rollstühle können manchmal sogar gemietet werden. Manche Hilfsmittel, wie Hörgeräte, Pflegebetten, Protektoren und Prothesen, werden auch individuell angefertigt.
Kurzum: Alles was Sie zur Pflege im Alltag und zur Erleichterung im Leben brauchen, finden Sie im Sanitätshäusern.

 

Darauf sollten Sie bei der Wahl Ihres Sanitätshauses achten.
Laut Stiftung Warentest ist nicht jede Beratung fachgerecht. Zudem variieren auch die Preis, insofern lohnt es sich besonders für Selbstzahler die Angebote der einzelnen Sanitätshäuser miteinander zu vergleichen. Dies gilt nicht für Kassenpatienten, sie können nur Geschäfte wählen, mit denen ihre Kasse einen Versorgungsvertrag abgeschlossen hat.
Doch es gibt nicht nur stationäre, sondern auch Online-Sanitätshäusern. Diese sind besonders empfehlenswert, wenn Sie kein Sanitätshaus in Ihrer Nähe haben. Doch das ist nicht der einzige Vorteil, auch die Lieferung direkt nach Hause und das zumeist größere Sortiment sind sehr praktisch. Sogar auf eine gute Beratung müssen Sie nicht verzichten. Die meisten Anbieter haben ein Servicetelefon und beantworten Fragen auch per Mail. Allerdings sind individuelle Anpassungen kaum möglich und Waren können vor der Bestellung naturgemäß nicht getestet werden.

 

Online-Sanitätshäuser im Test.
Getestet.de hat ein paar Online-Anbieter überprüft und die Besten ausgezeichnet und auf ihrer Seite aufgeführt. Der Testsieger ist Careshop.de – hier ist wohl der Name Programm. Besonders hervorgehoben wurde die Kundenfreundlichkeit, das vielfältigen Sortiment und die hilfreichen Tools wie einer Vergleichsfunktion.

Zudem gab natürlich auch weitere gute Anbieter wie u.a.:

 

Sanumvitalis.de

Sanitaetshaus-24.de

Himi-nord.de 

 

Die ausführlichen Rezensionen finden Sie hier.

 

Hilfsmittel beantragen – das sollte Sie beachten.
Damit Ihre Krankenkasse Ihren Antrag auf Hilfsmittel möglichst schnell und reibungslos nachkommen kann, sollten Sie wie folgt vorgehen. Da fast jede Krankenkasse bestimmte Sanitätshäuser als Vertragspartner hat, sollten Sie nach der Rezepterstellung mit Ihrem Kostenträger klären, welches Sanitätshaus für Sie infrage kommt. Dann können Sie dort Ihr Rezept abgeben und der jeweilige Anbieter erstellt einen Kostenvoranschlag, den Sie zusammen mit dem Rezept, einem Anschreiben und eventuell einer Stellungnahme beim Kostenträger – Ihrer Krankenkasse, einreichen. Leider kommt es auch vor das Anträge abgelehnt werden, in diesem Fall erfahren Sie hier, was zu tun ist. 

 

Ihr Arzt kann auch zur erfolgreichen Beantragung beitragen.
Achten Sie darauf, dass Ihr Arzt das Rezept möglichst präzise ausstellt.Es muss unbedingt die medizinische Notwendigkeit daraus hervorgehen. Das bedeutet, Ihr Arzt sollte genau beschreiben, welches Hilfsmittel (ggf. Hilfsmittelnummer) Sie wofür brauchen. Darüber hinaus sollten die Diagnose, die Anzahl, die Art der Herstellung und ggf. die Mengenanzahl für Tage/Monate enthalten sein.

 

Auch eine Pflegebox kann hilfreich sein.
Die alltäglichen Pflegeutensilien können Sie auch ganz einfach online in einer Box bestellen.
Entweder Sie wählen aus bereits vorkonfigurierten aus oder stellen sich Ihre Box selbst zusammen. Es gibt zahlreiche Anbieter. Unter pflegeboxen.de  erhalten Sie die 10 besten Pflegehilfsmittel Anbieter auf einem Blick.

 

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