Unter der Pflege-Lupe: Männer, wo bleibt euer Engagement im Gender Care Gap?

In der modernen Gesellschaft ist der sogenannte "Gender Care Gap", die Tatsache, dass Frauen häufiger die Pflege von Angehörigen und anderen Pflegebedürftigen übernehmen als Männer, ein dringendes Problem. Dieser Bereich der Ungleichheit ist eng mit der Frage der Lohn- und Rentengleichheit verknüpft. Die Notwendigkeit einer gerechteren Verteilung der Pflegearbeit zwischen den Geschlechtern wird diskutiert, wobei die Rolle und Verantwortung von Männern in diesem Kontext hervorgehoben wird. Hinzukommt die Bedeutung der Wertschätzung der Pflegearbeit, die oft in unserer Gesellschaft fehlt. Der Beitrag fordert eine aktive Suche nach Lösungen, um Gleichberechtigung in der Pflege zu fördern.

Unter der Pflege-Lupe: Männer, wo bleibt euer Engagement im Gender Care Gap?

In der modernen Gesellschaft herrschen viele Unausgewogenheiten, von denen einige mit dem Geschlecht in Zusammenhang stehen. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf einen Bereich, der oft übersehen wird, aber dringend Aufmerksamkeit benötigt: Der Pflegebereich – genauer ausgedrückt den „Gender Care Gap“. Erklärtes Ziel ist es, bei Pflege und Fürsorge für andere Menschen eine gerechtere Aufteilung zwischen Männern und Frauen zu gewährleisten.

Der Gender Care Gap: Ein wichtiger Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit

Die Pflege hat in den letzten Jahren aufgrund der Alterung der Bevölkerung und der Zunahme von pflegebedürftigen Personen an Bedeutung gewonnen. Die „Gender Care Gap“ bezeichnet die Tatsache, dass Frauen deutlich häufiger die Pflege von Angehörigen und anderen pflegebedürftigen Personen übernehmen als Männer. Eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt das in Zahlen: Frauen in Deutschland pflegen doppelt so viele Angehörige oder Pflegebedürftige wie Männer.

Vergleich und Relevanz von Gender Care Gap und Gender Pay Gap

In der öffentlichen Diskussion wurde bislang der „Gender Pay Gap“, also die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen, stärker hervorgehoben. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass die Ungleichheit bei der Pflege eng mit der Frage der Lohn- und Rentengleichheit verknüpft ist. Wer im Beruf kürzer tritt, um die Pflegeverantwortung zu übernehmen, erleidet häufig Einbußen beim Gehalt und bei der Rentenansammlung.

Männer in der Pflege: Wo bleibt das Engagement?

Die Schlüsselfrage, die sich uns stellt, lautet: Wie kann die Pflegelast gerechter aufgeteilt werden? Hier müssen vor allem die Männer in die Verantwortung genommen werden. Nicht nur in Bezug auf die Pflege älterer Menschen, sondern auch in Bezug auf die Kinderbetreuung, gibt es hier erheblichen Nachholbedarf.

Der Weg zu mehr Gleichberechtigung in der Pflege

Es steht außer Frage, dass jeder Mensch, der andere pflegt, höchsten Respekt verdient. Unser oberstes Ziel sollte daher nicht darin bestehen, die Menge an Pflegearbeit zu reduzieren, sondern eine gerechtere Aufteilung zwischen Männern und Frauen zu erreichen. Das bedingt allerdings, dass auch Männer bereit sein müssen, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Die Bedeutung der Wertschätzung

Ein wesentlicher Faktor ist die Anerkennung und Wertschätzung der Pflegearbeit. Hier gibt es erheblichen Nachholbedarf in unserer Gesellschaft. Das verdeutlicht auch der bevorstehende Equal Care Day, der auf die ungleiche Verteilung der Pflegearbeit und deren oft mangelnde Sichtbarkeit hinweist.

Die Pflege wird in der Zukunft noch stärker in den Fokus rücken und es ist an der Zeit, dieses Thema von allen Seiten zu beleuchten und aktiv Lösungen zu finden.

Quellen: RND Artikel – Die Care-Schere: Warum Pflege gerechter aufgeteilt werden muss

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