Pflege in Deutschland: Unerträgliche Belastung für Angehörige!

Die jüngste Umfrage zur Pflegebelastung in Deutschland offenbart eine beunruhigende Zunahme sowohl zeitlicher als auch finanzieller Lasten für pflegende Angehörige. Die Zeit, die für Pflege aufgebracht wird, stieg von durchschnittlich 43 auf 49 Stunden pro Woche, während der finanzielle Eigenanteil von 200 auf 290 Euro pro Monat anstieg. Diese Belastungen wirken sich negativ auf die Berufstätigkeit aus, da viele Pflegepersonen ihre Arbeitszeit reduzieren oder ganz aufgeben müssen. Besonders betroffen sind Frauen, die den Großteil der häuslichen Pflege tragen. Die Ergebnisse machen klar, dass dringend mehr Unterstützung und Anerkennung notwendig sind.

Die Pflege von Angehörigen ist in Deutschland mehrheitlich weiblich besetzt und verursacht sowohl zeitliche als auch finanzielle Belastungen – diese Verantwortung steigt stetig, wie eine kürzlich durchgeführte Umfrage zeigt. In diesem Blogbeitrag diskutieren wir die Studie zur Belastung der pflegenden Angehörigen in Deutschland, die sich mit der Frage befasste, wie sehr sich diese Belastung in den letzten Jahren intensiviert hat.

Unerträgliche Zunahme der Pflegebelastung in Deutschland

Die Studie, durchgeführt vom Wissenschaftlichen Institut der AOK, ging tiefer auf die Pflegesituation in Deutschland ein und ergab, dass die Belastung für pflegende Angehörige sowohl hinsichtlich der Zeit als auch finanziell viel höher liegt als noch vor fünf Jahren. Betrachtet man die durchgeführte Forsa-Umfrage, so ist die durchschnittliche Zeit, die für pflegende Tätigkeiten wie Ernährung, Körperpflege und Verabreichung von Medikamenten aufgewendet wird, von 43 Stunden pro Woche im Jahr 2019 auf aktuell 49 Stunden pro Woche angestiegen.

Die finanzielle Belastung der Pflege

Neben dem zeitlichen Aspekt hat auch die finanzielle Belastung zugenommen. Trotz gestiegener Leistungen aus der Pflegeversicherung ist der mittlere Eigenanteil von knapp 200 Euro pro Monat im Jahr 2019 auf jetzt 290 Euro pro Monat gestiegen. Dies bedeutet, dass pflegende Angehörige trotz der Unterstützung durch die Pflegeversicherung tiefer in die eigene Tasche greifen müssen, um die Pflege ihrer Lieben zu finanzieren.

Die Auswirkungen auf die Berufstätigkeit

Die Pflege von Angehörigen wirkt sich nicht zuletzt auch auf die Erwerbstätigkeit aus. Laut der Umfrage arbeiten nur 46 Prozent der Hauptpflegepersonen in Vollzeit. 37 Prozent haben eine Teilzeitbeschäftigung und 18 Prozent sind gar nicht beschäftigt. Vor allem bei den Teilzeitbeschäftigten gibt mehr als die Hälfte an, die Arbeitszeit wegen der Pflege reduziert zu haben.

Die hohe Inanspruchnahme von weiblichen Angehörigen in der Pflege

Weiterhin ist auffällig, dass die häusliche Pflege auch noch überwiegend von Frauen getragen wird. Knapp zwei Drittel der pflegenden Angehörigen sind Frauen. Die Arbeit und Pflege unter einen Hut zu bringen, stellt für viele eine große Herausforderung dar.

Mit dieser Studie wurde einmal mehr deutlich, wie dringend eine verbesserte Unterstützung und Anerkennung der häuslichen Pflege notwendig ist. Pflege ist nicht nur ‘Frauensache’, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die es anzugehen gilt.

Erfahren Sie mehr über die Studie und ihre Ergebnisse direkt aus der Quelle, indem Sie hier klicken.

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