Hilfsmittel für Senioren

von M4C Redaktion
Technische Hilfsmittel für Senioren

Im Alter werden die kleinen Dinge, die täglich zu erledigen sind, beschwerlicher. Die Mobilität lässt nach und Handgriffe, die ein Leben lang getätigt wurden, fallen immer schwerer. Das bedeutet nicht nur, dass alles länger dauert oder gar nicht mehr möglich ist, diese Situationen sind auch immer wiederkehrende Frustrationsmomente, in denen man mit dem eigenen Alter konfrontiert wird. Es gibt aber viele nützliche Alltagshelfer, die in solchen Problemen Milderung verschaffen können.

Der Markt für Alltagshilfen für Senioren ist groß und unübersichtlich. Es gibt unzählige Anbieter, und den Gegenstand in unzählig vielen verschiedenen Ausführungen. Wichtig zu wissen ist auch, dass Alltagshilfen, die im sogenannten Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen aufgelistet sind, von den Krankenkassen übernommen oder teilfinanziert werden. Es lohnt sich also immer, mit der Krankenkasse Kontakt aufzunehmen, bevor man in ein Hilfsmittel investiert.

 

Technische Hilfsmittel für Senioren

Der Begriff Ambient Asissted Living (AAL) umfasst Produkte, Dienstleistungen und Konzepte, die darauf abzielen, das Leben von Menschen zu vereinfachen. Besonders geeignet sind diese Systeme für kranke und altersbedingt eingeschränkte Menschen. Hierfür gibt es speziell entwickelte Technologien die Senioren im Alltag unterstützen können, beispielsweise indem Haushaltsgeräte ferngesteuert werden und so die Nutzung erleichtert wird oder Notrufsysteme, die genutzt werden können im Falle eines Sturzes oder Ähnlichem.

Klassische Warnmelder, die in jeden Haushalt idealerweise installiert sein sollten, sind besonders für Senioren hilfreich. Das bedeutet konkret, es sollten neben Feuer- und Gasmelder auch Wassermelder oder sogenannte Herdwächter vorhanden sein. Herdwächter schalten automatisch den Strom ab, wenn beispielsweise mal die angeschaltete Herdplatte vergessen wird. Diese Technologie gibt es ebenfalls für weitere Haushaltsgeräte. Spezielle Abschaltautomatiken, die Haushaltsgeräte automatisch ausschalten. Diese Alltagshelfer können im Ernstfall frühzeitig Alarm schlagen und Schlimmeres verhindern.

 

Ein weiterer praktischer Alltagshelfer ist der Hausnotruf, der beispielsweise im Falle eines Sturzes abgesetzt werden kann und so können auch alleinlebende Senioren Hilfe rufen. Nicht vergessen werden sollte aber auch der mobile Notruf, der nicht ortsgebunden sondern an jedem beliebigen Ort abgesetzt werden kann. Dies ermöglicht dem Senior, länger selbstständig unterwegs zu sein und dabei trotzdem für den Notfall gerüstet zu sein. Speziell für Demenzerkrankte gibt es GPS-Ortungsgeräte, die die betroffene Person ständig bei sich tragen muss, damit eine kontinuierliche Überwachung des Standortes möglich ist.

Auch für das in Kontakt bleiben mit Angehörigen und Freunden gibt es mittlerweile Lösungen. Denn telefonieren, chatten und Fotos verschicken macht auch Senioren Spaß. Jedoch sind Handys und Smartphones oftmals nicht seniorengerecht designt. Dafür gibt es speziell entwickelte Seniorenhandys, die intuitiv mit großen Tasten und einem großen Display und einfach aufgebaut sind, damit es den Senioren leicht fällt diese zu bedienen.

Zudem gibt es nun auch spezielle Tablets für Senioren mit einfacher Bedienung und entsprechenden Inhalten. Die Inhalte sollen einerseits unterhalten und dienen dem Zeitvertreib, andererseits sind sie auch dafür entwickelt worden, die Gehirnareale der Senioren zu aktivieren und geistig fit zu halten. Viele Geräte besitzen inzwischen auch Eingabehilfen wie die Spracherkennung, die gesprochenes in Text verwandelt. Auch können Geräte inzwischen Texte vorlesen, was besonders für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit sehr praktisch ist.

 

Medizinische Hilfsmittel

Auch medizinische Hilfsmittel sind bei Senioren besonders gefragt. Für Senioren mit Diabetes beispielsweise gibt es Blutzuckermessgeräte, die in Kombination mit der AAL-Technik die Messdaten direkt an den zuständigen Hausarzt übermitteln können. So ist eine kontinuierliche medizinische Versorgung gewährleistet. Mittlerweile gibt es auch verschiedene Apps und Anwendungen, um das Leben mit Diabetes zu vereinfachen. Der Anbieter Mysugr bietet beispielsweise eine App als Diabetes Tagebuch zur Dokumentation. Mit zunehmendem Alter erhöht sich ebenfalls die Anzahl an Tabletten und Medikamenten die täglich eingenommen werden müssen. Mit MedMinder, der intelligenten Pillenschachtel, werden Senioren täglich zur richtigen Tageszeit an die Einnahme der Medikamente erinnert.

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