Media4Care Allgemeines Teilhabe durch Digitalisierung

Teilhabe durch Digitalisierung

Digitalisierung in der Pflege

Seit fast einem Jahr leben wir mit einer unsichtbaren Bedrohung: COVID-19.
Eine Pandemie, die die Welt fest im Griff hat und jedes Land vor große Herausforderungen stellt. Die erste Prämisse in dieser Ausnahmesituation ist es natürlich Menschenleben zu retten und dabei die ökonomischen sowie psychosozialen Folgen abzufedern. Aktuell gelingt dies nicht in allen Bereichen gleich gut und verlangt uns, der Bevölkerung, zum Teil viel ab.

Das “neue Normal” ist noch nicht normal

Ohne lange Vorbereitung mussten wir in diesem Jahr unser Berufs- aber auch Privatleben neu organisieren und digitalisieren. Vom Home-Office bis hin zum Homeschooling: die Pandemie hat die Digitalisierung in allen Lebensbereiche – von der Wirtschaft über die Bildung bis zum Privatleben – vorangetrieben.
Man könnte sagen eine gute und längst überfällige Entwicklung, schaut man sich andere Länder an.
Aber auch eine Entwicklung, die uns überrollt hat und somit noch nicht zur Normalität gehört.

Was bedeutet Digitalisierung überhaupt?

Digitalisierung bedeutet Umwandlung. Vereinfacht gesagt bedeutet es, dass analoge Prozesse und Daten in digitale Form gebracht werden. Doch die eigentlich bahnbrechende Innovation liegt in der Vernetzung von Menschen und Geräten. Zum Beispiel können Fotos-, Videos- und Musikdateien, die auf einem sogenannten Cloud-Server gespeichert werden, ohne Probleme von der gesamten Familie via Handy, Tablet oder Rechner abgerufen und miteinander geteilt werden. Doch damit nicht genug: die Vernetzung hat auch unseren Alltag vereinfacht. Im Smart Home zum Beispielen redet der Kühlschrank, wenn Sie möchten, ganz von alleine mit Ihrer Einkaufsliste. In einigen Fällen ist der Kühlschrank sogar in der Lage, Lebensmittel selbst zu bestellen. 

In der digitalen Welt ist einfach alles einfach, oder nicht? 

Noch gibt es, besonders bei älteren Menschen, viele Ängste und Hürden, die überwunden werden müssen. 2019 sahen, laut einer Umfrage des Zentrums für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (Zirius), nur 54 Prozent der Befragten in Deutschland der Digitalisierung optimistisch entgegen, in Schweden waren es bereits 75 Prozent. Nur ein Jahr später sieht dies besser aus. Die meisten Menschen erleben nun auch in unserem Land, dass der Fortschritt viele Vorteile hat und ein wichtiger Faktor in der Bekämpfung von Krisen sein kann. 

Auch das Gesundheitssystem profitiert.

Wohl kein Bereich unserer Gesellschaft wird in dieser Pandemie mehr gefordert als unser Gesundheitswesen. Umso nachvollziehbarer, dass aktuell 93 Prozent der befragten Deutschen (BITCOM-Studie) für den Ausbau der digitalen Gesundheitsversorgung ist. Rund 60 Prozent der Befragten möchten, dass die ärztliche Beratung per Chat und Video-Sprechstunden künftig zum medizinischen Standard gehören. 

Teilhabe in einer digitalen Welt.

Die digitale Kompetenz ist ein wichtiger Schlüssel für eine funktionierende Kommunikation zwischen den Generationen. Die Erkenntnisse und Empfehlungen des achten Altersberichts sind hierzu vielfältig. Zum Beispiel ist ganz klar, dass die Voraussetzungen für die digitale Teilhabe älterer Menschen noch nicht überall gegeben ist. Häufig fehlt es am nötigen Wissen, an ratgebender Unterstützung oder an Geld, um sich digitale Geräte anzuschaffen. Leider bietet nicht jede stationären Pflegeeinrichtungen WLAN für ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Trotzdem hat sich in dieser Pandemie gezeigt, dass die Digitalisierung vielen älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Deshalb hat das Bundesseniorenministerium u. a. das Projekt „Digitale Engel“ ins Leben gerufen. Eine Initiative, die älteren Menschen eine Teilhabe ermöglichen möchte und eventuelle Hürden abbauen soll. Und das sieht so aus: Die “digitalen Engel”  –  ein mobiles Ratgeber-Team ist mit einem Tourenbus in 400 Orten unterwegs, um ältere Menschen über die Chancen digitaler Hilfsmittel zu informieren. In Städten und auf dem Land arbeiten sie mit lokalen Partnern zusammen. Dazu gehören Mehrgenerationenhäuser und Seniorenbüros.

Unsere Media4Care Tablets sind bereits auf die Bedürfnisse von Senioren abgestimmt.

Auch unser erklärtes Ziel ist es die Teilhabe von Senioren am Leben zu fördern und ihnen über Digitalisierung Lebensfreude zu schenken. Besonders in der aktuelle Zeit ist es auch unsere Erfahrung, dass der Bedarf sehr hoch ist und unsere Senioren Tablets dabei helfen, den Kontakt mit Angehörigen per Videotelefonie zu halten. Egal ob Lockdown, Besuchsverbot im Pflegeheim oder einfach zu viel räumliche Distanz – dank des Tablets können unsere Kunden an der Welt teilhaben, sich mit ihren Lieben austauschen und eventuelle Langeweile mit Gedächtnistraining und dem Lesen, trotz Sehschwäche, aktueller Nachrichten entgegenwirken. Auch der Austausch kleiner Videos bringt Freunde in den tristen Lockdown-Alltag. Somit ist die Digitalisierung eine absolut wichtige Entwicklung und auch für Senioren ein große Chance ohne persönliche Treffen liebevollen Kontakt zu halten.

Nähe braucht Vertrauen und besonderen Schutz.

Viele Menschen, u.a. auch der älteren Generation machen sich sorgen über den Datenschutz. Besonders, wenn es um sensible ärztliche Daten geht. Es ist Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass die Vorteile der Digitalisierung genutzt und ihre Risiken minimiert werden. Ein Thema, über das wir Sie im nächsten Blogartikel ausführlich informieren.

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