Media4Care Allgemeines Technische Gadgets für Senioren – die kleinen Gesundheitshelfer

Technische Gadgets für Senioren – die kleinen Gesundheitshelfer

Technische Gadgets für Senioren

Unsere Lebenserwartung steigt kontinuierlich. Die 53 Länder der Europäischen Region der WHO weisen von allen Weltregionen den höchsten Altersmedian auf. Die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer beträgt über 72 Jahre, für Frauen liegt sie bei ca. 80 Jahren.
Das ist natürlich unter anderem der guten Gesundheitsversorgung zu verdanken, die auch in der Pandemie viele Menschenleben gerettet hat. Aber heißt alt werden, auch gesund bleiben? Leider nicht, viele ältere Menschen leiden an den unterschiedlichsten Krankheiten sowie motorische und kognitive Einschränkungen. Technische Gadgets (sprich: gäd jets) für Senioren können auch hier eine große Hilfe sein.

Skepsis ist gut, der Nutzen ist größer.
Alles rund um das Thema Digitalisierung ist besonders bei Senioren immer noch mit Ängsten behaftet.

Doch bei allen Vorbehalt, smarte Gadgets können das Leben, der immer älter werdenden Menschen, sehr erleichtern und bieten Sicherheit. Besonders in ländlichen Gebieten mit Ärztemangel können Geräte zum Selbstmessen von Gesundheitsdaten, sinnvolle Ergänzungen zum Besuch bei Arzt sein, sagt Pablo Mentzinis, Gesundheitsexperte von Bitkom.

Wie skeptisch sind wir Deutschen?
Laut einer repräsentativen Umfrage des IT-Verbandes Bitkom kann sich jeder fünfte Deutsche vorstellen, sich via Chip-Implantat überwachen zu lassen. Die “Best Ager” sind besonders aufgeschlossen. Jeder der 50- bis 64-Jährigen (29 Prozent) ist bereit, sich so einen “Gesundheits”-Chip einpflanzen zu lassen. Bei den über 65-Jährigen sind es sogar 31 Prozent. Und mit den Innovationen wächst auch die Akzeptanz.

Gibt es Technische Gadgets gegen das Vergessen?

Leider nein, aber es gibt Gadgets, die an Demenz erkrankten Menschen und somit auch dem Pflegepersonal und den Angehörigen, das Leben deutlich erleichtern. Zum Beispiel wurden Schuhe mit integriertem GPS-Sender entwickelt. Ein enorme Hilfe, wenn man bedenkt das Menschen mit Demenz öfter weglaufen, oder um es korrekt zu sagen zu einem bestimmten Ort hinlaufen. Deshalb spricht man auch anstatt von der Weglauftendenz – von der Hinlauftendenz. Schließlich leben Demenzkranke häufig  in einer anderen Zeit und möchten jemanden besuchen oder zur Arbeit gehen etc. Allein in Deutschland sind über 1,4 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Jährlich kommen rund 300.000 Menschen dazu. 

Digitale Gesundheitsangebote machen Hoffnung.
Sie bieten nicht nur Demenz-Kranken Hilfe. Diese Angebote ermöglichen auch, dass gesunde Menschen gesund altern. Stichwort: Prävention. Einer der Hoffnungsträger, die sogenannte Wearables (sprich: wärebels) — tragbare Computersysteme, die in Kleidungsstücke, Armbänder ode sogar Pflaster eingearbeitet werden können und wichtige Körperdaten messen. Diese Daten können dann auf dem Smartphone gespeichert oder direkt an den behandelnden Arzt weitergeleitet werden. Klingt ein bisschen wie Science Fiction, ist aber schon jetzt Realität. Die Entwickler von Wearables gehen davon aus, dass im Laufe der nächsten Zeit noch viele weitere Monitoring-Lösungen auf den Markt kommen, die Tragekomfort, Unsichtbarkeit, technologische Möglichkeiten und digitale Gesundheitsangebote geschickt miteinander kombinieren.

Digitales Frühwarnsystem auch bei Pandemien erfolgreich.
Ein geschriebener Algorithmus der kanadischen Firma BlueDot warnte im Dezember 2019, ein Woche vor  dem US Centers for Disease Control and Prevention (eine Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums), vor einem Ausbruch der Krankheit im chinesischen Wuhan und konnte zudem den weiteren Verbreitungsweg voraussagen. Die künstliche Intelligenz (KI) durchsucht regionale Nachrichten in 65 Sprachen, offizielle staatliche Gesundheitswarnungen, Meldungen über Tier- und Pflanzenkrankheiten sowie entspre­chen­de Foren und Blogs. Das berichtete der Arzt und Gründer des Unternehmens, Kamran Khan, dem Onlinemagazin Wired in einem Interview. Zudem habe das Programm Zugriff auf internationale Fluggast­datenbanken, erklärte Khan. Die Auswertung gelingt allerdings nicht ohne qualifizierte Epidemiologen, die die gezogenen Schlussfolgerungen auf ihre Wissenschaftlichkeit prüfen. Ein spannende Entwicklung, von der wir denken, dass sie unser Gesundheitssystem stark verändern und verbessern wird. 

Hier ein paar der vielen “Gesundheits”-Gadgets für Senioren, die es aktuell bereits auf dem Markt gibt:

  • HuPS24,der lokaler 24h-Anbieter für Hausnotruf und Pflegenotruf sowie mobile Notruf-Lösungen.
  • claptic, die Smartwatch, die Leben retten kann: Notfälle werden automatisch erkannt, sofortige Alarmierung der Notfallkontakte etc.
  • MedMinder, die Intelligente Pillenschachteln, die Sie daran erinnern, Pillen und Tabletten rechtzeitig einzunehmen.
  • mysugr, die Diabetes-App – Ihr digitales Diabetes Tagebuch

Auch Ihre mentale Gesundheit braucht Training.
Unser Media4Care Senioren Tablet unterstützt Sie dabei. Die über 700 Gedächtnisfördernde Spiele, Videos, Musik und altersgerechte Übungen aktivieren Körper und Geist. Natürlich ermöglicht es Ihnen auch den Kontakt und Austausch mit der Familie. Unverzichtbar, um auch emotional ausgeglichen und mental fit zu bleiben. Schließlich reduziert eine positive Stimmung nachweislich das Risiko, Herz-Kreislauf-Probleme zu bekommen oder auch an Diabetes zu erkranken.

Quellen:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/109037/Kuenstliche-Intelligenz-sagte-Krankheitsausbruch-in-Wuhan-voraus
https://www.euro.who.int/de/health-topics/Life-stages/healthy-ageing/data-and-statistics/10-facts-on-healthy-ageing-in-europe
https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/gesundheitsprobleme-bei-%C3%A4lteren-menschen/alterserscheinungen/%C3%BCbersicht-%C3%BCber-alterserscheinungen
https://www.wiwo.de/technologie/forschung/technik-fuer-senioren-warum-aeltere-innovationen-ignorieren/9951768.html
https://www.pflege-durch-angehoerige.de/weglauftendenz-demenz/
https://www.gerdwirtz.de/wearables-praeventive-medizin/
https://www.diabetes-news.de/nachrichten/die-beste-diabetes-app-finden
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/medizin-wie-glueck-gesund-haelt-a-352158.html

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