Die Brücke zu Erinnerungen und Gefühlen

Musik bei Media4Care

Die größte Macht, uns in die Vergangenheit zu katapultieren hat die Musik.

Egal ob für die Biografiearbeit, als Start für das Gruppen- oder Einzelangebot oder einfach nur so, Musik ist ein wunderbares Medium, welches man jederzeit in der Arbeit mit den Senioren einsetzen kann. Senioren können mithilfe der Musik auf die unterschiedlichsten Arten aktiviert werden: zum Singen, Summen, Mitwippen, Mitschunkeln oder Mitklatschen – jeder auf seine Art.

Aber warum hat Musik so eine mitreißende Wirkung?

Singend fit bleiben

 

Musik ist und bleibt der Liebling der Senioren. Unsere App verfügt über viele Lieder, bei denen dank eingeblendeter Liedtexte jeder mitsingen kann. Hier treffen Sie auf Musik aus unterschiedlichen Genres, wie zum Beispiel Wanderlieder, Volkslieder oder Jahreszeitenlieder. Für jeden Geschmack, jede Stimmungslage und jede Erinnerung ist hier etwas dabei.
 
 

Hier spielt die Musik

 

Sie werden an vielen Orten in unserer App auf Musik stoßen. In der Biografiearbeit gibt es die Rubrik Musikbox oder die Fernsehklassiker. Außerdem werden Sie in den Rubriken Singen oder Entspannung viel Musik vorfinden.
 
 

Durch die Zeit reisen mit Musik

 

Musik ist häufig mit ganz besonderen Erinnerungen verknüpft: An das erste Konzert, den ersten Kuss, das Lieblingslied des Partners oder das Lied, das Oma immer in der Küche gesummt hat. In der Rubrik “Altbekannt” finden Sie  YouTube-Links von Liedern von damals/Evergreens, wie bspw. von Caterina Valente oder Roy Black, die genau solche Erinnerungen ans Tageslicht bringen können. Garantiert locken Sie mit diesen Lieder auch eher ruhigere Senioren und Seniorinnen aus der Reserve.
 
 

Die Melodien aus dem Fernsehen

 

Musik ist auch im Fernsehen präsent. Schon eine kleine Melodie kann hier Türen zu lang verborgenen Erinnerungen wie das gemeinsame Schauen einer Serie mit der Familie öffnen. Sei es die Melodie zur Samstag-Abend-Show oder die Erkennungsmelodie der Lindenstraße, es braucht oft nur wenige Töne und schon erinnern wir uns an das Gesehene, und noch viel wichtiger daran, wann, wo und mit wem wir diese Melodie schon gehört haben.
 
 

Entspannende Klänge für mehr Wohlbefinden

 

Musik berührt und aktiviert auf allen Ebenen: Musik kann eine deutlich entspannende Wirkung haben. Genau das dürfen Sie gerne erfahren, wenn Sie unsere Entspannungsübungen durchführen. Genießen Sie neben den langsamen Entspannungsvideos auch die entspannende Musik und kommen Sie über mehrere Sinnesebenen zur Ruhe.
 
 

Der Domchorleiter Franz-Peter Huber im M4C Interview

 

“Durch die Musik kann man manchmal Menschen erreichen, die durch Worte nicht mehr erreicht werden können – wo Worte nicht mehr ankommen”, sagt Franz-Peter Huber.

“Ich bin immer wieder fasziniert davon, dass man die Menschen auf einer ganz besonderen Herzensebene erreichen kann”

Eine Studie hat gezeigt, dass es Menschen mit einer Demenz mittels Musik deutlich leichter fällt, über Gesangs- und Tanzeinlagen mit Anderen zu intervenieren – mit ihnen in Kontakt zu trete.

→ Musik kann nachweislich zur Beruhigung und Entspannung beitragen

 

– Die Herzfrequenz sinkt nachweislich

 

– Das Stresslevel sinkt und die Stimmung verbessert sich – beim aktiven Musizieren (klatschen, singen, tanzen) sogar noch mehr als beim passiven Hören.

→ Eine Studie hat gezeigt, dass passives Musikhören von persönlich bevorzugter Musik das Angstlevel von Menschen mit einer Demenz deutlich senken kann. Vor allem. Der Effekt ist vor allem dann sehr hoch, wenn das Hören regelmäßig stattfindet.

→ Vor allem Menschen mit einer leichten Demenz profitieren von Live-Musik. Bei ihnen zeigt sich ein gesteigertes geistiges Wohlbefinden sowie eine erhöhte Aktivität und Kommunikation mit Anderen.

→ Eine Studie hat gezeigt, dass das Abspielen von für den Senior positiv behafteten Musik während Pflegetätigkeiten eine deutlich humorvollere und spaßigere Stimmung entstehen kann.

→ Wenn bei pflegenden Tätigkeiten gemeinsam gesungen wird, agieren Menschen mit Demenz mit einer deutlich gesteigerten Interaktion und Verbundenheit.

→ Wenn Musik beim Essen abgespielt wird, kann aggressives Verhalten – sowohl physisch als auch verbal – verringert werden. Musik kann positive Erinnerungen wecken, die Stimmung aufhellen, kann zur Entspannung führen und Ängste und unruhiges Verhalten verringern. Außerdem essen Menschen mit einer Demenz schneller, wenn Musik gespielt wird.

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Nein. Ein und dasselbe Musikstück kann bei verschiedenen Personen eine unterschiedliche Wirkung erzielen. Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Erfahrungen, Erinnerungen und Vorlieben der einzelnen Personen.

 Jeder kann in jedem Alter ein Musikinstrument spielen. Wer in jungen Jahren ein Musikinstrument gespielt hat, wird wahrscheinlich auch im hohen Alter auf gewisse Fähigkeiten zurückgreifen können. So werden beispielsweise auch leichte Lieder mit Hilfe gelingen. Zudem aktiviert das aktive Musizieren zahlreiche Gehirnregionen, wie bspw. das Hör-, Gedächtnis- und Emotionszentrum, die Bewegungssteuerung oder den Tastsinn.

Gemeinsames Musizieren kann die sozialen Bindungen stärken, da man gemeinschaftlich etwas unternimmt – in den meisten Fällen etwas, was Spaß macht. Dies sorgt zudem für positive Emotionen, die alle daran Beteiligten Personen mit der Musik verbinden.

 

Gewisse Musik kann bei einigen Personen auch negative Erinnerungen ans Tageslicht bringen. Hier sollten Sie die Teilnehmenden immer genau beobachten und darauf eingehen. Wenn Sie viele Informationen über die Personen gesammelt haben, wissen Sie auch, welche Musik eher vermieden werden sollte. Wenn Sie dies beachten und immer im Blick haben, dass Sie mit der Musik etwas positives bewirken wollen, können Sie nahezu nichts falsch machen.

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