Media4Care Allgemeines Tablets gegen Demenz

Tablets gegen Demenz

Berlin, 15.07.2021

Die Betreuung demenziell erkrankter Pflegeheimbewohner stellt das Pflegepersonal vor eine besondere Herausforderung – Die kognitive Leistungsfähigkeit nimmt ab und die pflegebedürftige Person ist nur noch schwer aktiv zu erreichen. Hier setzt das Betreuer Tablet an: seit 2013 bietet Media4Care ein tabletbasiertes Assistenzsystem für die Pflege an, welches mittlerweile in über einem Drittel der deutschen Pflegeheime eingesetzt wird. 

In einer gemeinsamen Kooperation mit  der Energie BKK wurde nun ein mehrmonatiges Pilotprojekt für deutsche Pflegeeinrichtungen ins Leben gerufen, um die Media4Care-Software in das tägliche Leben des Pflegepersonals und der Heimbewohner zu integrieren. Media4Care bietet dabei nicht nur mediale Unterhaltungsmöglichkeiten, sondern fördert zudem die mentale Fitness von Demenzkranken durch spielerische Denksportaufgaben.

Mit der Kooperation möchten die Kooperationspartner das Media4Care Betreuungsprogramm für die Förderung der körperlichen Aktivität, kognitiven Ressourcen und psychosozialen Gesundheit gem. dem Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 5 SGB XI in den Ländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen einführen.

Durch die regelmäßige Anwendung sollen die gesundheitlichen Ressourcen und Fähigkeiten von Bewohnern (mit oder ohne Demenz) in stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen gestärkt werden. Durch das Betreuungsprogramm Media4Care sollen körperliche Aktivitäten, kognitive Ressourcen und die psychosoziale Gesundheit gefördert werden.

Für die gesetzliche Pflegeversicherung sind der Schutz vor Krankheiten und die Förderung der Gesundheit unverzichtbare Aufgaben, um Lebensqualität und Leistungsfähigkeit ihrer Versicherten unabhängig von Geschlecht und sozialer Stellung langfristig zu erhalten und ihnen ein gesundes Altern zu ermöglichen. Der Wandel des Krankheitsspektrums zu den chronisch-degenerativen Erkrankungen, der demographische Alterungsprozess und die sich verändernden Anforderungen in der Arbeitswelt machen eine Intensivierung vorbeugender, auf die Minderung gesundheitlicher Belastungen und die Stärkung gesundheitlicher Potenziale und Ressourcen gerichteter Strategien und Interventionen erforderlich.

Eine Studie der Technischen Universität Berlin und der Charité in Berlin zeigte, dass der Einsatz von Tablets besonders bei der Betreuung von Menschen mit Demenz nützlich ist und eine bedarfsgerechte Aktivierung ermöglicht. Es wird eine große Auswahl an Inhalten zur Förderung der visuellen, auditiven, vestibulären sowie haptisch-taktilen Wahrnehmung geboten, die in drei Schwierigkeitsstufen (leicht, mittel, schwer) abgerufen werden kann. Pflegeheimbewohner mit unterschiedlichen kognitiven Fähigkeiten können so aktiv an Betreuungseinheiten teilnehmen.

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